Türkei

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Die Ägäisregion

Zu behaupten, daß sich Anatolien von seiner schönsten Seite an der Ägäisküste zeige, ist gewiß nicht übertrieben. Schon Herodot schwärmte, daß die ägäische Küste " den schönsten Himmel und das angenehmste Klima der Welt" habe. Die ganze Küste über wechseln kleine und kleinste Buchen und Dörfer, Halbinseln und Inselchen, Steilküsten und goldfarbene Strände einander ab. In diesem von mythologischen Legenden durchrankten Gebiet trifft man auf Schritt und Tritt auf Überreste antiker Tempel, Agoren und Theater. Das durch Homer unsterblich gewordene Troia war einst Hauptstadt eines großen Reiches, Pergamon glänzte einmal als kulturelle wissenschaftliche und künstlerische Hochburg.

Die Ägäisregion ist in die Provinzen Afyon, Aydýn, Denizli, Ýzmir, Kütahya, Manisa, Muðla ve Uþak eingeteilt.Akçay mit seinem schönen Meer, seinen Heilquellen und Ayvalýk, wo Wald und Meer ineinander übergehen, liegen an der "Olivenriviera" an der Bucht von Edremit. An der in südlicher Richtung verlaufenden Buchtküste durchquert man zahlreiche sympathische Ferienorte wie zum Beispiel Dikili und Çandarlý, um schließlich Foça zu erreichen. Heldenhafte türkische Seefahrer verhalfen diesem Ort zu Ruhm. Um Sardes (Sart), die Stadt des legendär reichen lykischen Königs Krösus zu erreichen, muß man von der Küste aus landeinwärts gehen. 

Ýzmir (Smyrna) an der gleichnamigen Bucht ist eine lebendige, moderne Stadt und ein bedeutendes Handelszentrum. Das Herumstreifen in den von quirligem Leben erfüllten Einkaufszentren ist ein echtes Vergnügen. Das Meer westlich von Ýzmir mit der Halbinsel Çeþme, einem Bäder- und Badezentrum und langen Stränden, leuchtet in den schönsten Farben.

Zu den berühmtesten Städten gehörte Ephesos (Efes), unter den Römern eine der größten Städte der Antike. Ephesos umschließt alle Reichtümer der ionischen Kultur und beeinflußte in hohem Maße das damalige Gedankengut. Der Artemis-Tempel, eins der Sieben Weltwunder jener Zeit, zahlreiche großartige Tempel, Statuen, Theater, Basare, Bibliotheken prägten das Bild und symbolisierten den Ruhm und Reichtum von Ephesos. Noch weiter südlich liegt Priene mit seiner von dem berühmten Baumeister Hippodamus von Milet gestalteten geometrischen Stadtplanung. Milet war eines der bekanntesten Handels- und Wissenschaftszentren seiner Zeit, wo bedeutende wissenschaftliche und philosophische Erkenntnisse gewonnen wurden. Didyma (Didem), heute ein lebendiger Fremdenverkehrsort, war bereits in der Antike besiedelt und berühmt für seinen prachtvollen, Apollo geweihten Tempel von riesigen Ausmaßen.

Geyre, das alte Aphrodisias, liegt an der Autostraße Ýzmir-Antalya und war ein bedeutendes Kultur- und Kunstzentrum mit einer bekannten Bildhauerschule. An derselben Straße liegt Pamukkale mit seinen strahlenden, schneeweißen Sinterterrassen, die durch seit Jahrtausenden von den Höhen herabrieselnde stark kalkhaltige Thermalquellen entstanden sind und ein welteinmaliges Naturschauspiel darstellen. Hinter diesen Terrassen liegen die Ruinen von Hierapolis.

Zu den beliebtesten Urlaubs- und Ferienzielen an der türkischen Ägäisküste zählen Bodrum, Marmaris, Datça, Köyceðiz und Fethiye. Bodrum, das alte Halikarnassos, ist die Heimat des Herodot und der Platz, an dem man heute die Überreste des Grabmals von König Mausolos bewundern kann. Das Mausoleum zählte ebenfalls zu den Sieben Weltwundern.

Marmaris ist von dichtbewaldeten Höhen umgeben. Das Meer hier ist sehr sauber und der große Yachthafen von Marmaris genügt allen Ansprüchen. Das einst kleine Fischerdorf hat sich zu einem beliebten Ferienzentrum für jeden Geschmack entwickelt. Westlich von Marmaris ragt die Halbinsel Datça mit dem gleichnamigen Ferienort ins Meer, östlich geht es weiter in die herrliche Landschaft von Köyceðiz mit seinen lykischen Felsengräbern und der traumhaft schönen Lagune 'Ölü Deniz' mit dem Ferienort Fethiye und unendlich scheinenden Sandstränden.

Die Mittelmeerregion

An der Südseite der prachtvollen Taurusberge erstrecken sich sich in selten schöner Landschaft feine Sandstrände und geheimnisvolle Buchten, antike Ruinen und attraktive Ferienzentren. Mythologie und Geschichte sind hier ineinander verwoben, deren alte Sagen auch heute noch in aller Munde sind wie zum Beispiel die der feuerspeienden Chimäre am Südhang des Berges Olympos, des heutigen Tahtalý, im Westen der Provinz Antalya, der der lydische Sagenheld Bellerophon den Kopf abschlagen wollte, was ihm aber nicht gelang, weshalb die Chimäre noch heute wie eh und je ihr Feuer speit. Oder die Legende von der schönen Daphne in der Nähe von Antakya, in die sich Apollo verliebt hatte, dessen Liebe aber von Daphne nicht erwidert wurde und die sich, als Apollo hinter ihr herlief, in einen Lorbeerbaum verwandelte.

St. Paulus ist, wie die Bibel berichtet, in Tarsus geboren. Der legendäre St. Nikolaus, unser Weihnachtsmann, wurde in Patara geboren, hat im heutigen Kale gelebt und ist auch dort gestorben.

Die Mittelmeerküste ist ebenso wie die der Ägäis voller antiker Überreste. Im Westen von Antalya sind die Ruinen der lykischen Städte Arikanda und Termessos hoch in den Bergen inmitten einer zauberhaften Bergwelt gelegen. In Küstennähe findet man die Orte Olimpos, Kale, Kekova und Kaþ, um nur die wichtigsten zu nennen.

Die Mittelmerregion ist in acht Provinzen aufgeteilt: Adana, Antalya, Burdur, Isparta, Hatay, Ýçel, Kahramanmaraþ und Osmaniye.

Die berühmten antiken Städte Perge, Side und Aspendos liegen in 'Pamphylien', wie die Küstenebene östlich von Antalya in alten Zeiten genannt wurde.

Antalya ist das größte Fremdenverkehrszentrum der Türkei. Die Stadt erstreckt sich zwischen den unterhalb der breiten Berge verlaufenden Strände Konyaaltý im Westen und Lara im Osten und gehört zu den bedeutendsten Städten im türkischen Mittelmeerraum. Palmengesäumte Straßen, gepflegte Parkanlagen, ein reiches Übernachtungsangebot, zahlreiche Restaurants und nächtliche Vergnügungsstätten aller Art sowie ein außergewöhnlich schöner Yachthafen prägen das Bild der Stadt. Östlich von Antalya ergießt sich der Untere Düden-Wasserfall über steile Felshänge ins Meer und im Westen liegt umgeben von Kiefernwäldern und Bergen das berühmte Ferienzentrum Kemer mit seinen wunderbaren Sandstränden.

Die sehenswerte Provinzhaupt- und Hafenstadt Alanya, liegt inmitten von Apfelsinen-, Zitronen und Bananenplantagen am Südhang des Taurusgebirges und war im 13. Jahrhundert das Winterquartier des Seldschukensultans Alaaddin Keykubat. Aus dieser Zeit stammt auch die modernste Werftanlage der damaligen Zeit sowie die gut erhaltene Burganlage, für die die von schönen Stränden umgebene Stadt berühmt ist. .

Die mittelalterliche Burg zwischen zwei langen Stränden in der Nähe von Anamur ist ebenfalls noch gut erhalten und macht einen sehr wehrhaften Eindruck. Die Küstenstraße von Anamur nach Silifke ist mit ihren zahllosen Serpentinen von unbeschreiblichem Reiz.

Die durch einen Erdeinbruch entstandenen Höhlen bei Narlýkuyu werden "Cennet ve Cehennem" (Paradies und Hölle) genannt. In der weiträumigen Paradieshöhle befinden sich die Überreste einer kleinen Kirche. Gegenüber der auf dem Festland gelegenen mittelalterlichen Burg Korykos erhebt sich "Kýzkalesi", das heute mit dem Festland verbundene Mädchenschloß, im Meer.

Zwei der an der nach Mersin führenden Straße liegenden Überraschungen sind die römischen Städte Kanlýdivane und Viranþehir. Mersin mit seinen breiten Uferpromenaden und großen Parkanlagen, mit seinem Handelshafen und seinr Freihandelszone ist eine der modernsten Städte im türkischen Mittelmeeraum.

Östlich von Tarsus erstreckt sich die riesige fruchtbare Çukurova-Ebene, in der überwiegend Baumwolle angebaut wird. Inmitten der Çukurova liegt die reiche Stadt Adana mit ihrer großen und vielfältigen Textilindustrie. Östlich davon besiegte einst Alexander der Große im Tal von Dörtyol, dem alten Issos, den persischen König Darios. Zum Gedenken an diesen Sieg und um seinen Namen zu verewigen, gründete Alexander, im Türkischen Ýskender genannt, die Stadt Ýskenderun (Alexandrette).

Südöstlich von Ýskenderun führt die Straße über den Belen-Paß weiter nach Antakya. Antakya ist von religiöser Bedeutung, weil St. Petrus hier die erste christliche Gemeinde gegründet hat. Erste Andachten wurden in einer Höhle außerhalb der Stadt gehalten. Diese Höhle ist heute ein Wallfahrtsort. Antakya ist außerdem im Besitz eines großartigen Mosaikenmuseums mit zum Teil weltweit einmaligen Exponaten.

Die Provinz Kahramanmaraþ mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt wäre in der Mittelmeerregion noch 'zu entdecken'! Das ehemalige Marasch ist weitbekannt für sein zähkremiges Speiseeis aus Ziegen- oder Wasserbüffelmilch, für seinen Roten Pfeffer und seine ebenfalls roten Pfefferschoten, die der regionalen Küche ihren ureigene Würze verleihen. Die wunderbaren Kupferarbeiten von Kahramanmaraþ waren einst im ganzen osmanischen Reich verbreitet. Die alte Kunst der Kupferverarbeitung wird heute noch gepflegt.

Pamukkale

Aphrodisias

Bodrum

Marmaris

Göcek-Marina

Taurus-Gebirge

Bucht bei Fethiye

Antalya

Alanya

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